Gefährliche Schönheit der Narzisse

  • Gattung: Narzissen 
  • Familie: Amaryllisgewächse 
  • Verbreitung: südliches und mittleres Europa und nordafrikanische Küste 
  • Standort: je nach Narzissenart unterschiedlich 
  • Blütezeit: Februar bis Mai 
  • Farben: weiß, rosa und gelb  
  • Beispiele: siehe Bilder 

Die Narzisse hat als Gartenpflanze eine lange Kulturgeschichte. Bereits 600 nach Christus gibt es Aufzeichnungen von islamischen Herrschern, die der Schönheit der Blumen verfallen waren und sie deshalb in ihren Garten pflanzten. Über arabische Händler gelangte die Blume dann wohl über die Seidenstraße nach China, wo sie heute als Glückssymbol gilt. In Europa erlangte die Blume erst in der sog. orientalischen Phase von 1560 bis 1620 eine Bedeutung als Gartenpflanze. Heute ist in Deutschland vor allem die als Osterglocke bekannte Art Narcissus pseudonarcissus in vielen Gärten zuhause.

Verhängnisvolle Schönheit

Die Narzisse ist für ihre unbeschreibliche Schönheit bekannt. Sie soll so schön sein, dass Hades, der Herr der Unterwelt, in der griechischen Mythologie Narzissen pflanzte, um die schöne Persephone anzulocken. Das arme Kind wurde tatsächlich vom Herrn der Unterwelt entführt:

die Narzisse:

Sie war für alle, unsterbliche Götter und sterbliche Menschen, ein wundervoller Anblick, aus ihrer Wurzel wuchsen einhundert Köpfchen, die einen so süßen Duft verströmten, dass der ganze weite Himmel droben und die ganze Erde lachten und die salzige Flut des Meeres.
Das Mädchen war bezaubert und streckte beide Hände aus, die Pracht zu greifen…

Achtung, giftig!

Es gibt heute zahlreiche unterschiedliche Narzissenarten, die sich in Größe, Farbe der Blüten und Blütezeit unterscheiden. So kann die Narzisse ja nach Art 5 bis 80 Zentimeter groß werden und ihre Blüten können klassisch gelb sein, aber auch weiß oder zartrosa. Die Blüten sowie auch die Blätter und der Stängel der Pflanze wachsen aus einer Blumenzwiebel heraus. Diese sieht der Speisezwiebel sehr ähnlich, was schon zu gefährlichen Verwechslungen geführt hat, denn die Zwiebel der Narzisse ist giftig.  

Dennoch: Lust auf Frühling?

Egal für welche Art Sie sich entscheiden, die Narzissen haben eines gemeinsam: Sie kündigen den Frühling an! Ob im Garten oder im Blumentopf gepflanzt, die Narzisse macht immer eine gute Figur. Auch als wunderschöner Frühlingsstrauß oder im Gesteck kann man sich den Frühlingsboten jetzt nach hause holen. Zusammen mit anderen Frühlingsblumen wie Iris, Schneeglöckchen und Tulpen (siehe oben) vertreibt die Narzisse den Winter aus dem Haus.

Haben Sie Lust bekommen sich die betörend schönen Narzissen nach Hause zu holen? Dann schauen Sie gleich in Ihrem Floristikfachgeschäft vorbei. Hier können Sie jetzt verschiedene Arten bewundern und werden außerdem über die richtige Pflege der schönen Blumen beraten.

… aber bitte achten Sie darauf, nicht von Hades entführt zu werden, wenn Sie die Schönheit der Narzissen auf sich wirken lassen 😉

Das könnte Dich auch interessieren...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.