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Warum blühen die Blumen beim Nachbarn schöner?

… am liebsten hätten Sie den absoluten Grünen Daumen, so dass Ihre Blumen jederzeit prächtig blühen und vor Vitalität nur so strotzen. Das verstehen wir. Und wir helfen Ihnen.

Natürlich sind Sie nicht neidisch. Aber am liebsten hätten Sie den absoluten Grünen Daumen, so dass Ihre Blumen jederzeit prächtig blühen und vor Vitalität nur so strotzen. Das verstehen wir. Und wir helfen Ihnen. Mit unseren Blumen-Tipps kommen Sie dem Rätsel auf die Spur. Ein bisschen Zeit ist natürlich auch gefragt. Aber wenn es gar so einfach wäre, dann wäre es auch keine Kunst, nicht wahr?

Übersicht: Die wichtigsten Schritte zum Blumen-Erfolg.

  1. Richtige Erde
  2. Richtiger Standort
  3. Richtig Einpflanzen
  4. Richtig gießen
  5. Richtig düngen
  6. Richtige Pflege

1. Richtige Erde

Die richtige Erde ist immer die, die genau zu Ihrer Pflanze passt. Geranien zum Beispiel brauchen den Sommer über vergleichsweise viel Dünger und fühlen sich in vorgedüngter Pflanzerde wohl, während mediterrane Kräuter wie Rosmarin und Thymian einen kargen Boden bevorzugen. Für Knollenpflanzen wie Canna oder Allium sollte das Substrat locker und durchlässig sein – mischen Sie zum Beispiel sauberen Sand zur Erde. 

Benutzen Sie immer hochwertige und passende Erde: Der richtige pH-Wert ist genauso wichtig wie die Zusammensetzung und die enthaltene Düngung. Wir helfen Ihnen fachkundig weiter. Fragen Sie gleich beim Kauf der Pflanzen in Gärtnerei oder Blumenladen nach der passenden Erde! Wir haben die meisten Substrate für Sie vorrätig.

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Tipp: Planen Sie gemischte Pflanzungen in Gruppen von “guten Nachbarn”: Wenn alle Pflanzen, die direkt nebeneinander (z. B. in einem Pflanzkübel) “wohnen”, weitgehend gleiche Ansprüche an die Erde und den Dünger haben, werden alle wunderbar gedeihen und Ihnen lange Freude bereiten.


2. Richtiger Standort

Die meisten gängigen Beet- und Balkonpflanzen bevorzugen einen sonnigen Standort oder tolerieren zumindest Sonne.

Sie erkennen beim Kauf oft an Symbolen, welcher Standort der richtige für Ihre Pflanze ist:

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Sonne, Halbschatten, Schatten: Ungefähr so sehen die Symbole aus

Tipp: Am richtigen Standort fühlen sich Pflanzen einfach wohler. Sie sind widerstandsfähiger gegen Schädlinge, wachsen schöner und gleichmäßiger, blühen üppiger und bleiben dauerhaft vital. Bestimmt kennen Sie das schöne Gefühl, wenn eine geliebte Pflanze “einfach wie von selbst” wächst und gedeiht. Das ist meist ein Zeichen, dass der Standort goldrichtig ist. Und natürlich spricht es für Ihre gute Pflege! 🙂


3. Richtig einpflanzen

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  • Durchfeuchten Sie den Wurzelballen vor dem Einpflanzen, indem Sie ihn mitsamt dem Topf in einen Eimer mit Wasser legen (nicht unter Wasser drücken, sondern langsam sinken lassen). Blubberblasen zeigen, dass der Topfballen Wasser aufnimmt. Wenn keine Luftblasen mehr aufsteigen, ist der Wurzelballen gut mit Wasser versorgt und bereit zum Einpflanzen in Kübel oder Beet.
  • Lockern Sie den Wurzelballen sanft mit zwei Daumen von unten, um das Einwurzeln in die neue Erde zu erleichtern.
  • Sorgen Sie für einen zuverlässigen Ablauf von überschüssigem Wasser. Im Boden des Pflanzkübels müssen ausreichend große Löcher vorhanden sein. Legen Sie Steine oder Tonscherben darüber, damit die Ablauf-Löcher nicht mit Erde zugeschwemmt werden.
  • Pflanzen Sie immer passende Pflanzen zusammen in einen Kübel, da diese für die nächsten Monate den Standort und die Erde sowie das Gießwasser und den Dünger teilen.
  • Wählen Sie einen ausreichend großen Kübel bzw. Beetplatz, damit Ihre Pflanze die ganze Saison über Platz hat, sich zu entfalten und herrlich zu gedeihen.
  • Gießen Sie nach dem Einpflanzen großzügig und sorgen Sie die ersten Tage für einen gemäßigten Schutz vor praller Sonne.

4. Richtig gießen

Der beste Zeitpunkt zum Gießen ist der frühe Morgen: Im Sommer ist morgens vor 6 Uhr optimal. Dann ist es noch kühl genug, so dass wenig Gießwasser verdunstet. Gießen Sie “von unten”, das heißt nicht auf Blätter und Blüten, sondern auf die Erde und die Wurzeln. Gelangen doch ein paar Tropfen auf die Blätter, können diese über den Tag hinweg in der Sonne trocknen, bevor es abends wieder kühler wird. So vermeiden Sie nebenbei auch Schimmel und Mehltau.

Wieviel Sie gießen sollten, hängt von den Vorlieben jeder Pflanze ab. Während Hortensien und Farne viel Wasser lieben, kann man Zierlauch, Fette Henne oder Iris mit der gleichen Menge Wasser buchstäblich “kaputt gießen”. Sie brauchen nämlich nur sehr wenig Feuchtigkeit und lieben es warm und trocken.

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Tipp: Berücksichtigen Sie schon beim Pflanzenkauf den Wasserbedarf der einzelnen Pflanzen und gruppieren Sie sie passend so zusammen, dass sich eine “gute Nachbarschaft” der Pflanzen ergibt. Das ist der beste Garant für langanhaltende Schönheit und Gesundheit Ihrer grünen Freunde.


5. Richtig düngen

Auch beim Düngen ist das Passendste immer die beste Wahl. Dass ich Tomaten nicht mit Geraniendünger beglücken kann, ist leicht nachzuvollziehen. Aber wer seine Pflanzen kennen lernt und sie im richtigen Rhythmus mit der richtigen Dünger-Zusammensetzung düngt, wird mit gesunden, vitalen Blumen und leckerem, knackigem Gemüse belohnt.

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Tipp: Bevorzugen Sie natürliche Dünger, besonders für Gemüse und Naschobst. Aber auch bei Zierpflanzen ist natürlicher Dünger von Vorteil, denn Sie schonen nicht nur die Umwelt, sondern vermeiden auch Überdüngung und eventuelle Krankheiten, die durch Überdüngung entstehen können.

Ein paar Faustregeln zum Düngen

  • Blühpflanzen wie Geranien und Petunien, die die ganze Saison durchgängig blühen sollen, brauchen etwa einmal pro Woche einen guten Blühpflanzendünger. Benutzen Sie einen Flüssigdünger, den Sie einfach ins Gießwasser mischen, und beachten Sie die Dosierungsanleitung.
  • Mehrjährige Stauden und Sträucher vertragen einen soliden Langzeitdünger (z. B. mit Hornmehl-Anteil) am besten. Einmal im Frühjahr und einmal im Spätsommer düngen genügt hier meist und schützt Ihre “Langzeit-Mitbewohner” vor Krankheiten und Parasiten.
  • Im Zweifel immer bei uns in der Gärtnerei oder im Blumengeschäft nachfragen: Wir führen nicht nur die gängigsten Dünger für Beet- und Balkonpflanzen, sondern auch Spezialdünger für seltenere Exemplare.

6. Richtige Pflege

Wenn Sie bis hierher alles richtig gemacht haben, dann fällt Ihnen dieser letzte Schritt bestimmt leicht: Richtige Pflege bedeutet regelmäßige Aufmerksamkeit.

Sind die Pflanzen gesund? Ist das, was kreucht und fleucht, erwünscht und nützlich, oder sind das etwa Läuse, gefräßige Zünsler oder hungrige Blattrandkäfer?

Wer frühzeitig bemerkt, dass etwas nicht stimmt, kann rechtzeitig gegensteuern. Die chemische Keule ist dann oft nicht nötig und das Schlimmste wird mit einfachen Mitteln verhindert.

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Wenn doch etwas passiert ist: Krankheiten oder Schädlinge

Trotz Ihrer liebevollen Pflege hat sich ein Schädling eingeschlichen oder Ihre Pflanze ist krank geworden? Oh, das ist schade. Aber seien Sie unbesorgt, wir helfen. Natürlich sind Krankheiten eine spezielle Angelegenheit, deshalb gibt es hier keine Pauschalantwort. Fotografieren Sie die befallenen Pflanzenteile sowie die ganze Pflanze (damit erkennbar ist, um welche Pflanze es sich handelt und an welchem Standort sie eingepflanzt ist). Anhand von guten Fotos können wir in den meisten Fällen einen hilfreichen Rat geben.

Ein paar der häufigsten Wehwehchen:

  • Blattläuse an Rosen:
    Sprühen Sie mit einem natürlichen Blattlaus-Spray regelmäßig nach Anleitung bis zur Besserung. Oder nutzen Sie Marienkäferlarven als Nützlinge. Vorsicht: Spritzen Sie kein Gift, solange die putzigen Marienkäfer unterwegs sind!
  • Buchsbaum-Zünsler:
    Eine Lösung mit Bacillus thuringiensis-Pulver sorgfältig aufsprühen, bis alle Pflanzenteile befeuchtet sind. Nach 2 Wochen wiederholen. Der Bacillus ist ungefährlich für Bienen, tötet aber zuverlässig die Zünsler-Raupen ab.
  • Mehltau:
    Finden Sie heraus, ob es sich um “Echten Mehltau” oder “Falschen Mehltau” handelt und entfernen Sie dann befallene Pflanzenteile. Echter Mehltau entsteht durch zuviel Trockenheit, falscher Mehltau durch zuviel Feuchte. Beugen Sie entsprechend vor und vermeiden Sie Überdüngung, besonders mit Stickstoff (N). Bei starkem Befall helfen Pflanzenbrühen oder Sprays aus der Gärtnerei.

Fazit

Sehen Sie? – Es ist gar nicht so schwer. Die Zeit, die Sie in Ihre grünen Mitbewohner investieren, lohnt sich auf jeden Fall.

Und Sie wissen ja: Wenn Sie Fragen haben, sind wir jederzeit gerne für Sie da.

Ihre Florist*innen und Gärtner*innen vor Ort