Wildbienen im Herbst unterstützen

Bienenfreundliche Blumen pflanzen, das hat sich rumgesprochen. Wie man Bienen im Sommer helfen kann, das weiß mittlerweile fast jedes Kind. Aber was ist in der kalten Jahreszeit zu tun, damit die Mühe nicht umsonst war? Damit die Bienen und vor allem ihr Nachwuchs den Winter überleben?

Biene ist nicht gleich Biene

Dazu erstmal die Unterscheidung zwischen Honigbienen und Wildbienen: Wem es beim Bienenschützen um die Natur, um einen Beitrag zum Umweltschutz und Artenschutz geht, der richtet sein Augenmerk auf die Wildbienen. Zu den Wildbienen gehören sowohl einzeln lebende Bienen (Solitärbienen) als auch Hummelvölker. 

Ein so kleines Insektenhotel ist leicht anzubringen und bietet Bienen Unterschlupf und Nistplätze

Solitärbienen sind Stammgäste im Insektenhotel. Aber auch Totholz, abgestorbene Pflanzenstengel und Reisighaufen sind für die Wildbienen ganz wichtig. Dort suchen sie Unterschlupf und legen auch ihre Eier ab. Ein guter Vorrat an Futter für die Kleinen wird gleich mit dazu gepackt, damit deren Start ins Leben gut klappt. 

Wenn es dann kälter und kälter wird, sterben die „erwachsenen“ Bienen nämlich ab. Alle Hoffnungen liegen nun auf dem Nachwuchs. Aus den Eiern schlüpfen Larven. Diese fressen sich erstmal satt und spinnen sich einen Kokon. In diesem Kokon-Stadium überwintern viele Arten und beginnen dann mit ihrer Metamorphose zur eigentlichen Biene im neuen Jahr. 

Diejenigen, die den langen Winter überlebt haben, beginnen dann den nächsten Lebenszyklus ihrer „Bienenfamilie“. 

Bienenfamilien helfen heißt Unordnung erlauben

Der Schlüssel zum Überleben liegt also im passenden Unterschlupf: Hier entwickelt sich aus den Eiern innerhalb von ein paar Monaten dann die neue Bienen-Generation. Und während es – den Bienen zuliebe – noch leicht fallen dürfte, ein oder mehrere Insektenhotels aufzustellen bzw. aufzuhängen, ist es schon ein bisschen schwerer, Totholz stehen und liegen zu lassen. Allzu intensiv spüren wir Hobbygärtner*innen im Herbst den Drang, Beete und Kübel “aufzuräumen” und “sauber zu machen”. … Geht’s Ihnen auch so?

Das ist keine Unordnung, das ist Bienenschutz!

Diesen Spruch wollen wir Ihnen zur Aufmunterung mitgeben. Sagen Sie ihn sich ruhig auch ab und zu selbst 🙂 So bekommen Sie Ihren gärtnerischen Tatendrang in den Griff und sorgen mit etwas mehr Unordnung dafür, dass Bienen leichter überleben können.

Die Ordnung ist die Lust der Vernunft, aber die Unordnung ist die Wonne der Phantasie.

Paul Claudel, Quelle: gutzitiert.de

Die Bienen werden es Ihnen danken

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