Gießen mit dem Mond versus Grüner Daumen

Wer Pflanzen liebt, muss gießen. Und düngen und hegen und pflegen. Als Lohn der Mühe wünscht man sich gesunde, kräftige Pflanzen, die lange und üppig blühen und das Zuhause zur Wohlfühloase machen. Ein sicheres Erfolgsrezept wäre schön. Ob der Mondkalender mit seinen Empfehlungen das Richtige ist, oder ob alles nur von Ihrem mehr oder minder “Grünen Daumen” abhängt, das haben wir für Sie beleuchtet. Mit Download-Empfehlung für Mondkalender.

Habe ich einen Grünen Daumen?

Das Sprichwort vom Grünen Daumen ist gar nicht so weit her geholt: Wer sich tagein, tagaus fleißig um seine Blumen und Pflanzen kümmert, macht sich die Hände ganz schön schmutzig. Von der Erde werden sie braun, und vom Pflanzensaft werden sie grün. Manchmal bleibt der grüne Schimmer gar nach dem Händewaschen noch eine Weile sichtbar. So jemand hat also einen “Grünen Daumen”. Klar, dass bei all dem Fleiß auch die Pflanzen besonders gut gedeihen. Das ist also leicht erklärt und recht plausibel.

Jetzt sind wir neugierig? Wie sieht Ihr Daumen aus? Schimmert er grün?

Wann soll ich gießen?

Diese Frage ist ein Dauerbrenner und kommt wohl daher, dass sie nicht für alle Pflanzen gleich zu beantworten ist. Während ein Ficus Benjamini eigentlich immer für eine kleine Wassergabe dankbar ist, bringt das gleiche regelmäßige Gießen viele Orchideen einfach um. “Was ist nur mit meiner schönen Schmetterlings-Orchidee los? Sie sieht ganz mickrig aus, dabei hab ich sie doch jeden Tag gegossen! …” – Wer uns diese Frage stellt, bekommt stets die gleiche Antwort: Zuviel gegossen! Beim oben erwähnten Ficus Benjamini wäre die Antwort ganz anders ausgefallen.

Muss ich für jede Pflanze erst die Gebrauchsanleitung auswendig lernen, damit sie gedeiht?

So eine Art kleine Gebrauchsanweisung bekommt man beim Kauf mit: Ein kleines Pflegeschild steckt im Topf, auf dem ein paar Symbole erklären, was das Wichtigste für den neuen Schützling ist: Sonniger, halbschattiger oder schattiger Standort sowie wenig, mittel oder viel gießen. Aber ob das ausreicht?

Ausweg Mondkalender

Um der Verwirrung aus dem Weg zu gehen, erscheint es verlockend, seine Pflanzenpflege einfach nach einem Kalender zu richten, der für jeden Tag vorschreibt, was zu tun ist. Heutzutage gibt es natürlich nicht nur “echte” Kalender auf Papier oder zum Ausdrucken, sondern auch Mondkalender-Apps fürs Smartphone.

Download-Links:

Weil es so viele Angebote zum Thema Mondkalender gibt, sind unsere Download-Links nur beispielhaft zu verstehen: Sie bieten an, was wir von einem Mondkalender für den Pflanzenfreund erwarten, sind damit aber keineswegs die Einzigen.

Mond & Garten ist eine Mondkalender-App mit Benachrichtigungen und einer Community.

Der Mondkalender von Landforst Lagerhaus ist übersichtlich und kostenlos zum Download erhältlich.

Bringt der Mondkalender den Grünen Daumen?

Die kurze Antwort: Nein, bringt er nicht.

Und die ausführlichere Antwort: Unabhängig davon, ob Sie an die Kraft des Mondes glauben oder nicht, wird ein Mondkalender auf jeden Fall eines bringen: Regelmäßigkeit. Denn die einzelnen Phasen für Gießen, Düngen, Schneiden usw. wiederholen sich in einem beständigen Rhythmus. Ihre Pflanzen werden wahrscheinlich weder vernachlässigt noch überversorgt, wenn Sie einfach nach den Empfehlungen des Kalenders vorgehen. Und wenn die Kraft des Mondes dabei noch mithilft, warum nicht?

Fazit: Pflanzen sind Freunde

Weil Blumen und Pflanzen so unterschiedlich sind wie wir Menschen auch, lohnt es sich, sie näher kennen zu lernen. Bei regelmäßiger Pflege entwickeln Sie eine Freundschaft mit Ihren Schützlingen. Dabei merken Sie mit der Zeit, was sie gerne mögen, und was nicht. Misserfolge gehören auch mit dazu.

Und wenn Sie neue Pflanzen kaufen, fragen Sie einfach nach. Wir geben Ihnen gerne unsere Pflegetipps und beantworten auch später Ihre Fragen rund um Blumen und Pflanzen. Dafür sind wir doch da.

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